Görlitz-Tourist
Der Nikolaiturm in Görlitz

Nikolaiturm

Der Nikolaiturm in Görlitz

Der Nikolaiturm gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung von Görlitz und flankierte einst das nördliche Stadttor, das 1848 abgebrochen wurde. Vermutlich existierte der Turm schon vor der ersten großen Stadterweiterung um 1250. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Bauwerk jedoch erst 1348. Daneben öffnet sich der Nikolaizwinger als Rest der alten doppelten Stadtmauer.

Die Toranlage am 45 Meter hohen Nikolaiturm war dreigeteilt: ein Tor mit Fallgatter stand zwischen innerem und äußerem Tor. Als Verbindung zur Nikolaivorstadt spannte sich davor eine Zugbrücke über den Stadtgraben.

Bevor der Turm nach dem Stadtbrand 1717 seine markante barocke Haube erhielt, war er von einem schlanken steilen Helm bekrönt. Bis 1747 hing am Turm auch ein auf Bretter aufgemaltes Kruzifix, da an der Stelle der Trauerzug bei Bestattungen und die Verurteilten bei Hinrichtungen die Stadt verließen.

Ursprünglich waren die oberen Räume des Nikolaiturmes über eine außenliegende Treppe zu erreichen. Erst 1752 entstand der ebenerdige Eingang durch die unten immerhin 2,86 Meter dicke Mauer.

Anfang des 20. Jahrhunders verließ der letzte Türmer die Wohnung im Obergeschoss. Zu DDR-Zeiten richtete der Verein der Görlitzer Heimatforscher ein heimatgeschichtliches Museum in dem Bauwerk ein. Ab 2015 übernahm das Kulturhistorische Museum der Stadt in Kooperation mit dem Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e. V. die Betreuung der Ausstellung und die Pflege der Exponate. Zur Sammlung zählen historische Schlösser, Beschläge und Leuchten.

 

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